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Lindy Hop / Big Apple / Cake Walk / Balboa / Shim Sham / Stepptanz

Lindy Hop ist der Paartanz aus der "black afro american vernacular jazzdance tradition" und wird zu "Swing" getanzt, zum Beispiel der Musik von Count Basie, Louis Armstrong, Glen Miller, Ella Fitzgerald.

Lindy Hop erlebte seinen Höhepunkt in den Vierzigerjahren und ist damit der Grossvater des Rock'n'Roll und der Vater des Boogie Woogie. Lindy Hop bedeutet Freiheit in den Bewegungen, Improvisation und Tanzen auf Musik. Lindy Hop ist ein Paartanz, bei welchem die geführten Tanzpartnerinnen auch zu führenden Tanzpartnerinnen werden koennen, und damit das Führen zu einer echten Herausforderung fuer beide gestalten. Lindy Hop erlebte in den späten Dreissiger- und Vierzigerjahren, also in der "Swing-Aera", einen enormen Aufschwung in den sog. "Ballrooms" wie Roseland Ballroom, Apollo Theater, Savoy Ballroom und Cotton Club in "Black-Harlem", New York.

Benannt wurde der Tanz nach dem beruehmten Fliegerpionier Charles Lindbergh, welcher 1927 mit seiner "Spirit of St. Louis" den sog. "Hop over the Atlantic" machte, den Flug über den Atlantik. Damit wird vor allem auf die atemberaubende Akrobatik angespielt, welche später bei keinem einzigen Tanz mehr so zu finden war, wie eben beim Lindy Hop in der Form, wie er in der damaligen Zeit in den Nachtclubs auf der Bühne aufgeführt wurde. Daneben entwickelte sich Lindy Hop zu einem die grosse Masse mitreissenden "social dance". Die Ballrooms waren mit tausenden von Taenzern gefüllt.

Kein Wunder deshalb, dass der Lindy Hop heute wieder einen richtigen Boom, nicht zuletzt in Europa erlebt. Jeden Sommer zum Beispiel pilgern bereits ueber 1500 Taenzer fuer vier Wochen nach Herrang, ein kleines Dorf in Schweden, wo die ehemaligen "Rhythm Hot Shots", die Weltspitze der Profitanzgruppen in Lindy Hop, ein Tanzlager bloss dem Lindy Hop widmen und mit Trainern aus jener Zeit aufwarten. Auch in London und New York gibt es bereits eine mehrere tausend Taenzer umfassende Insider-Gruppe, nicht zu vergessen die "Swiss Swing Dance Society" in der Schweiz, welche mit bereits mehreren hundert Mitgliedern schnell wuchs. Bereits ist an allen Boogie Woogie Turnieren fast kein einziges Paar auf dem Siegerpodest mehr zu finden, welches nicht wenigstens eine typische Lindy Hop-Figur in ihrem Programm eingebaut hat.

Nicht zu vergessen bleibt, dass aber auch wirklich fast jeder Schritt im Hip Hop, Funk und Streetdance dem Lindy Hop abgeguckt wurde. Den 1914 geborenen und im Jahr 2008 verstorbenen Frankie Manning auf dem Parkett erleben zu haben, wenn er vor Lebensfreude und "Swing" fast platzte, erinnert schnell wieder an die Szene im Film "Hellzapoppin", wo er mit atemberaubendster Akrobatik die Zuschauer in seinen Bann zieht.v

Lindy Hop hat seinen Namen Charles Lindbergh zu verdanken, welcher am 4. Februar 2002 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.